Erfahrungen - deutscher Boxer Leben, Krankheiten, Charakter

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Erfahrungen

Der deutsche Boxer
Die geschichte hinter elly
Die Überlegung einen Hund anzuschaffen stand schon lange im Raum. Tatsächlich haben wir über diverse Rassen nachgedacht. Folgende Hunde kamen uns dabei in den Sinn

  1. Pocket Beagle
  2. Dackel
  3. Border Collie

Der Pocket Beagle wie auch der Dackel fielen jedoch recht schnell wieder aus unserern Überlegungen raus da diese Rassen weder Nachbarschaftsfreundlich, da laut, noch leicht zu erziehen sind. Insebsondere der Dackel ist eher ein Hund für erfahrene Halter.
Der Colli war noch im Rennen bis uns bei einem Spaziergang ein Hund (mit Halter) begegnet ist, den wir wunderschön fanden. Auf Rückfrage haben wir erfahren das es sich um einen deutschen Boxer handelt.
                      

Charakter

Nach diesem Spaziergang haben wir uns also in die tiefen des Internets gestürzt um alles über diese Rasse zu erfahren.

Folgende Eigenschaften haben uns dabei am meisten überzeugt:

  • Familienhund und loyal
  • verspielt und intelligent
  • furchtlos und freundlich
  • selbstbewusst und ausgeglichen
  • wachsam und lustig
die suche
Also gut, diese ganzen wundervollen Eigenschaften passen ja hervorragend zu unserer Familie, die sehr aktiv ist und viel mit Kindern zu tun hat (innerfamiliär). So fiel die Entscheidung nicht schwer. Also holten wir uns die Zustimmung unseres damaligen Vermieters (vielen Dank an der Stelle nochmal) und nach dem "Go" machten wir uns auf die Suche nach einem passenden Züchter. Denn eins war uns klar: wir wollten einen Boxer mit etwas längerem Fang (Schnauze). Das stellte sich jedoch als schwieriger heraus als gedacht. Es gab zwar Züchtungen wie Boxadore (Boxer/ Labrador), aber wir wollten ja die Eigenschaften eines deutschen Boxers haben, nicht die eines Labradors.






Elly, 9 Wochen









Elly, 9 Monate

Gesucht und gefunden
Nachdem wir also in diversen Foren, beim Boxerverein München (der älteste seiner Art) und auf unterschiedlichsten Plattformen gesucht haben, mussten wir feststellen das es nicht leicht werden würde. Wir haben jedoch viele Züchter kennengelernt und diese wiederrum haben uns gute Tips gegeben. Auch wenn ein Züchter Naturgemäß Boxer mit längerem Fang nicht unbedingt toll findet, so gab es dennoch einige Menschen die uns halfen den richtigen Züchter zu finden. Nach einiger Zeit wurden wir fündig bei einem Züchter nahe Ravensburg. Dieser private Züchter hatte genau das was wir suchten, Boxer ohne zu kurzen Fang und dennoch reinrassig, sehr sympathisch in der Kommunikation und preislich nicht im Bereich eines gebrauchten Kleinwagens. Nach einigen Telefonaten und vielen Bildern, die wir getauscht haben, konnten wir uns für einen Welpen entscheiden. Ein persönlicher Besuch hat tatsächlich nicht funktioniert in dieser Phase, da haben einige Dinge dazwischengefunkt. Nachdem wir die ersten 4 Wochen nach der Auswahl des Babys nach Ravensburg fuhren, war die Aufregung riesig. Die ganze Autofahrt war getränkt in Glücksgefühlen, und als wir ankamen, war die Freude und das Glück bei allen spürbar.
Der erste kontakt
Endlich angekommen, irgendwo am Ende der Welt (ein ganzes Stück hinter Ravensburg), waren wir die ersten an diesem Besuchstag. Es war unglaublich. Das Gewusel im Welpen Stall, der Geruch, die Gefühle. Inzwischen wurde in Experimenten herausgefunden das es tatsächlich zwischen Hund und Mensch zu Elterlichen Gefühlen kommt. Man spricht hier vom "Oxytocin-Regelkreis" (quelle: n-tv). Dies hat sich wohl in der Domestizierungsphase des Hundes so entwickelt. Seit ich das weiß, komme ich mir auf jeden Fall nicht mehr ganz so doof vor, wenn ich unser Baby Betüdel. Auf jeden Fall waren die ersten Momente einfach wundervoll, dass wieder nach Hause fahren geprägt von "ich will nicht weg", "nehmen wir sie doch gleich mit" und der absoluten Freude die kleine Elly in wenigen Wochen bei uns zu haben.
Tag der abholung
Die vier Wochen, bis wir unsere Elly endlich holen durften, vergingen im Fluge. Vor allem, da wir, nachdem wir wieder zu Hause waren nach dem ersten Besuch, erfahren durften das unser direkter Nachbar Angst vor Hunden hat und sich nun gegen die Anschaffung sperrte. Neben dem beginnenden Rechtsstreit haben wir alles an Vorbereitungen getroffen, um Elly ein großartiges Zuhause zu bieten. Von der Krankenversicherung bis zum Kuscheltier, wir haben an alles gedacht. Als es dann so weit war, begann ein neues Leben. Was für ein heftiger Umbruch hier auf uns zurollte, wusste zu dem Zeitpunkt wirklich noch niemand. Die Veränderungen, die nun geschahen, geschehen im Leben sicher nur einmal.
Aber zu diesem Zeitpunkt war das Glück überschäumend und alles andere vorerst nicht relevant.
Wir kamen bei Elly an, sie sprang Ihrem Frauchen sofort auf den Arm (versuchte sie zumindest) und die ganzen Formalitäten erledigte Herrchen. Viel mehr Erinnerungen gibt es an diesen Tag tatsächlich nicht mehr, alles bisschen verschwommen. Wir fuhren jedoch nicht direkt nach Hause, sondern zu unserem Campingplatz. Wir wollten Elly am ersten Wochenende eine gute Zeit schenken, und kein "ankommen" in einem Haus, wo es Menschen gab die sie nicht wollen, die sie hassten.
Die ersten Stunden
Am Campingplatz angekommen durfte Elly erstmal alles beschnuppern. Und war auch ziemlich schnell ziemlich müde.
Hervorragend hat bereits in der ersten Nacht die Stubenreinheit geklappt. Das bedeutet, Sie hat sich schnell bemerkbar gemacht und ca. alle 2 Stunden in Ihrer Box sich bemerkbar gemacht. Ja, das ist so eine Herausforderung.
Der Boxer kommt heim - und verursacht Angst
Nachdem wir nun die ersten schlaflosen Stunden hinter uns gebracht hatten und noch einen weiteren schönen Tag am See verbrachten, fuhren wir in Elly neues, unser altes Zuhause. Oh mein Gott, es ging uns echt mies. Wie sollten wir weiter vorgehen?
Ein Eskalationsgespräch knapp eine Woche vorher hat zu nichts geführt. Es gab keinerlei entgegenkommen von diesen, nennen wir sie mal, Menschen. Auf alle Lösungsvorschläge wurde als Argument dagegen leider nur "NEIN" gesagt. Ja, das ist kein Argument, aber hier zeigte sich halt eine grobe Dummheit der Menschen. Und da hilft es halt auch nicht zu argumentieren. Ein Vorteil hat es: Inzwischen wissen wir das selbst Elly klüger ist als Menschen.
In der "alten" Wohnung angekommen haben wir begonnen eine Routine aufzubauen. Glücklicherweise konnten wir über unseren Garten das Haus/ die Wohnung direkt verlassen und mussten so auch niemanden begegnen. Somit war jede Gefahr für den Nachbarn gebannt und es konnte nun alles gut werden. Nun, bis zu dem Zeitpunkt, an dem das Gartentörchen mit einem Fahrradschloss versehen wurde und dies nicht mehr ging. Sowas aber auch....Wer macht denn sowas? Das war echt PECH für den Nachbarn mit der Angst. Immerhin mussten wir nun durchs Haus. Nein, auch hier haben wir eine Lösung gefunden und es konnte alles gut werden!
Endlich eine Lösung
Trotz all der Unannehmlichkeiten haben wir Elly jeden Tag Freude geschenkt, und sie uns. Neben dem täglichen Training in kleinen Dosen haben wir an Wochenenden immer großartige Ausflüge unternommen, ohne sie dabei zu überfordern. Sie lernte S-Bahn fahren kennen, Bus fahren, Auto fahren und wir besuchten Fußgängerzonen. Und schon bald begann Ihre Hundeschule bei Iris Deuber DOGS, die mit Martin Rütters Konzept arbeitet. Sie ist echt wahnsinnig gut und mit ihrer professionellen Art und ihrer Ruhe bringt Sie den Haltern einiges bei. Und auch den Hunden.
 
Zuhause nutzten wir einen kleinen Weg, der um das Haus herumführte, um weiterhin den Kontakt zum Angstnachbarn zu verhindern. Leider hieß es plötzlich dies sei ein Privatweg und wir dürfen ihn nicht mehr nutzen. Puh, wieder so ein PECH für den Nachbarn. Aber, weil wir ihn mochten, haben wir uns über den "Privatweg" hinweggesetzt somit kam es monatelang zu keiner Begegnung. Aber das Zusammenleben war nicht mehr so toll wie vorher und nach reiflicher Überlegung haben wir uns dazu entschlossen an einem anderen Ort mit guten Menschen die ein Herz besitzen zu leben und sind umgezogen.
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