Alltag mit einem deutschen Boxer - deutscher Boxer Leben, Krankheiten, Charakter

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Alltag mit einem deutschen Boxer

Der deutsche Boxer
Der deutsche boxer im alltag - was kommt auf mich zu?
Liebe - Spaß - Zeit - Geld
Der deutsche Boxer zählt mit all seinen Eigenschaften zu den wunderbarsten Charakteren unter den Hunden. Ein deutscher Boxer will immer Teil der Familie sein (übrigens ist es inzwischen umstritten ob ein Hund seine Familie als ein Rudel ansieht da ein Hund den Unterschied zwischen Mensch und Tier versteht).

Diese Tatsache ist auf der einen Seite unwahrscheinlich schön, aber erfordert auch sehr viel Aufmerksamkeit dem Hund gegenüber.
Als wir uns Elly als Familienmitglied ausgesucht haben, oder sie uns, haben wir uns, auch im Vorfeld, sehr intensiv Gedanken darüber gemacht wie der Alltag aussehen könnte. Über die Erstausstattung für einen deutschen Boxer haben wir natürlich ebenfalls Gedanken gemacht.
Wir als Familie (43, 42 und 15 Jahre jung zu dem Zeitpunkt) einigtenuns darauf das die Hauptlast bei mir, Oliver, liegen wird und der Sohn unterstützt.
Am Ende des Tages lag es dann aber an mir, Jugendliche halt. Aber das ist OK.

Das wichtigste vorab: Ein Hund, insbesondere ein großer Hund wie ein deutscher Boxer, kostet enorm viel Zeit. Für mich war von Anfang an klar das ein Hund dieser Größe eine perfekte Erziehung benötigt da er später "funktionieren" muss. Wie jedes Kind sich im Laufe von Jahrzenten in diese Gesellschaft der Menschen, die durchaus komplex ist, einlernen muss, so muss dies ein Hund in wenigen Monaten schaffen. Hier möchte ich ergänzen das dies eigentlich auch für kleinere Rassen gilt. Nur weil ein Hund klein ist, bedeutet dies nicht, das er weniger Erziehung braucht.
Hochgerechnet habe ich seit Elly da ist inzwischen rund 750 Stunden an Zeit investiert. Nur an konkreter Ausbildung.




Was bedeutet "konkrete ausbildung" beim deutschen boxer
Neben der klassischen Hundeschule die jeder besuchen sollte, kommt natürlich die Zeit hinzu die investiert werden muss um den Hund an seine Umwelt zu gewöhnen.

Dazu zählt:

  • Täglich neue Untergründe kennenlernen (Baumstämme, Kieshügel, Gitterroste etc.)
  • Situationen erleben, sowas wie U-Bahn fahren, Bus fahren, an der S-Bahn stehen und Menschen ein und aussteigen beobachten
  • An Plätzen stehen die von vielen Menschen besucht werden (Innenstadt)
  • Auto fahren
  • Müllauto beschnuppern
  • Hauptverkehrsstrasse stehen und gucken

etc.

In der Galerie oben habe ich ein paar Photos zusammengetellt um einen kurzen Einblick zu gewinnen in den Aufwand den ich betrieben habe.
Es macht aber auch unglaublich viel Spaß zu sehen wie dieses kleine zarte Boxer Welpchen sich nach und nach an die Umwelt herantraut und man merkt wie Stolz der Hund, und auch der Mensch, ist. Elly hat auf diese Weise sehr viel an Charakter gewonnen, sehr viel Mut erlangt und vor allem, das absolut wichtigste an diesen gemeinsam erlebten Abenteuern, die Bindung zum Menschen wird enorm vertieft!
All dies machen wir immer noch. Nicht mehr explizit permanet, aber immer wieder. Jetzt sind es noch ein paar Schweine, Traktoren, Pferde, Mooswiesen und Schlammlöcher die wir erkundet haben. Jeden Tag kommt etwas hinzu.

Nichts desto trotz ist das Leben mit einem deutschen Boxer, oder einem anderen Hund, definitiv nicht mehr wie vorher. Wenn man es gescheit machen will.
Das Bewusstsein dafür, das der Familienzuwachs "Hund"  nicht einfach nur Knuddeln und schmusen ist, sondern viel Arbeit, jeden Tag, von früh bis spät, das muss vorhanden sein. Und natürlich auch das Bewusstsein das der Hund Geld kostet.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Das Thema Kosten für einen Hund wird schnell unterschätzt.

Diese Posten kommen auf einen zu:

  • Erstausstattung ca. 350,- (Laufstall, Decken, Spielzeug, Napf, Leinen, Geschirr, Klicker, Trainingsmaterial etc.)
  • Krankenversicherung ca. 25,- bis 50,- monatlich
  • Futter ca. 120,- bis 250,- (von billig bis Barfen, gemessen an einem deutschen Boxer, kleine Rassen natürlich weniger. Elly verputzt 1,5 Kilo BARF pro Tag)
  • Steuer ca. 60,- im Jahr
  • Leckerlies zum trainieren ca. 40,- bis 60,- im Monat

Es ist also nicht ganz billig. Hinzu kommen noch Welpenschule, Junghundschule, Bücher, Kauknochen und co.
Bei Elly, unserem deutschen Boxer Mädchen, ergab sich zudem die Allergie, welche bis heute (10.09.2021) noch nicht beendet ist.

Da zum Beispiel die Klinikdiagnose noch innerhalb der Wartezeit der Krankenversicherung lag, wurden diese Kosten nicht übernommen. Die Versicherung hat dann auch direkt "Allergien" ausgeschlosse,
Insgesamt aufgelaufene Arztkosten die nicht bezahlt wurden von der Krankenversicherung für Hunde:

1560,- zwischen Mai 2021 und September 2021.

Von einem "billigen" Vergnügen kann also echt nicht die Rede sein.
Aber für seinen Liebling macht man alles. Unsere Familie hat sich einem kompletten Lifechange gestellt, mit Umzug aus der Stadt aufs Land mit Hof und Pferd.

Und wie ist der typische Alltag nun?

Morgens, ca. 06:00, raus zum Gassi, kleine Runde. Dann Frühstück für den Hund vorbereiten (beim Barfen bedeutet das Fleisch auftauen, mit heißem Wasserbad auf Raumtemperatur bringen etc.). Danach fordert Elly ein paar Minuten Spiel ein. Mit vollem Magen aber natürlich nicht zu wild wegen der Magendrehung. Nach dem Spiel geht die normale Arbeit im Homeoffice los. Währenddessen ist Sendepause für Elly. Um ca. 11:30 gibts dann Mittag für den Menschen und gegen 12:00 raus zum spielen. Ball werfen, Fährten lesen, rennen, schnüffeln und im Moos laufen. Das dauert mind. 45 Minuten, meistens eine Stunde. Danach gehts wieder an die Arbeit nachdem unser deutscher Boxer sein Futter bekommen hat das während dem Gassi warm geworden ist. Um ca. 17:30 Abendspaziergang mit etwas Soiel und Spaß. Nochmal ca. 30 Minuten bis 45 Minuten und dann noch eine letztew Runde um 21:00.
Das ist sehr statisch und fast immer derselbe Ablauf. Dein Hund braucht regelmäßige Abläufe auf die er sich verlassen kann. Hier vertraut der Hund dir und dieses Vertrauen sollte nicht gebrochen werden.
Selbstverständlich kann das nicht immer zu 100% gleich ausgeführt werden. Aber es sollte angestrebt sein.

neben Geld, geht also auch echt viel Zeit drauf. Die "Nebenbeiaufgaben" nicht zu vergessen. Etwas mehr zu putzen, Pflege von Kontakten mit anderen Hunden etc.







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