DIabetes mellitus beim Hund - deutscher Boxer Leben, Krankheiten, Charakter

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DIabetes mellitus beim Hund

Krankheiten
diabetes mellitus beim hund
„Zucker“ - kennt jeder und will niemand haben. Zucker, oder besser Diabetes mellitus, kann auch Deinen vierbeinigen Freund krank machen. Hunde leiden tatsächlich sogar recht oft daran. Mit einer Quote von 1 zu 100, also das 1 Hund von hundert betroffen ist, gehört Diabetes mellitus zu der am häufigsten auftretenden Stoffwechselstörung bei Hunden.
 
Diabetes mellitus sorgt dafür, dass der Hund seinen Zuckerhaushalt nicht mehr regulieren kann. Wie beim Menschen auch, steigt der Blutzuckerspiegel beim bzw. nach dem Fressen an. Das im Körper vorhandene Insulin sorgt dafür, das die Organe, Zellen und Gewebe den Zucker aufnehmen kann. Das Insulin ist der Schlüssel damit die Energiequelle „Zucker“ in die Zelle eindringen kann. Leidet Dein Hund an Diabetes mellitus, ist dieser Zugang verwehrt. Somit wird der Zucker nicht abgebaut, der Blutzuckerspiegel steigt und die Zellen bekommen nicht die erforderliche Energie.
 

Ein erhöhtes Risiko besteht bei Hündinnen oder kastrierten Rüden. Aber auch Hunde die weniger als 22 Kilo wiegen oder Mischlinge sind häufiger davon betroffen. Rassespezifische Risiken an Diabetes mellitus zu erkranken haben die Rassen Beagle, Labrador oder auch der Golden Retriever.
Stellst du bei Deinem Hund fest, dass er auffallen mehr trinkt, an Gewicht verliert und öfter als normal Urin absetzt, ist das ein erster Hinweis auf Diabetes mellitus. Weitere Stoffwechselstörungen können auftreten wenn der Hund dann nicht behandelt wird (Fett- und Eiweißstoffwechsel). Daraus wiederrum können Organschäden entstehen, zum Beispiel an den Augen. Diabetes mellitus kann daher, wenn unbemerkt oder unbehandelt, zum Tode führen. Beobachtest du also ein abnormales Verhalten (über einen längeren Zeitraum), solltest du Deinen Tierarzt aufsuchen.


ursachen von diabetes mellitus beim hund
Folgende Hauptvarianten gibt es bei Diabetes mellitus:
 
Typ-1-Diabetes
 
Typ-1-Diabetes kommt beim Hund am meisten vor. Auslöser ist ein Insulinmangel, da die insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse keine Funktion mehr haben. Es kann dazu führen das dass das Immunsystem die eigenen Zellen angreift. Auch andere Gründe können vorkommen, zum Beispiel Erb- und Umweltfaktoren.
 
Typ-2-Diabetes
 
Typ-2-Diabetes ist in der Humanmedizin am stärksten vertreten, bzw. leiden die meisten Menschen unter diesem Typ. Bei Hunden ist dies tatsächlich nicht der Fall. Diese Form kommt so gut wie gar nicht vor. Bei Typ-2-Diabetes stellen die insulinbildenden Zellen auf der einen Seite keine ausreichenden Mengen des Hormons mehr her, auf der anderen Seite reagieren die Zellen im Gewebe des Hundes nicht auf Insulin, man spricht dann von einer Insulinresistenz. Bei Menschen tritt diese Erkrankung oftmals im Zusammenhang mit Übergewicht auf, bei Hunden scheint hier jedoch das Gewicht keinen Zusammenhang darzustellen.
weitere auslöser für diabetes
Weitere Auslöser für Diabetes mellitus beim Hund können sein:

  • Hormone: Ist Deine Hündin unkastriert, kann das Sexualhormon Progesteron Diabetes mellitus aktivieren. Die Symptome treten in Phasen auf und scheinen sich zu verbessern, kommt die Hundedame in den nächsten Fruchtbarkeitszyklus, sind sie aber wieder da.
  • Medikamente: Kortison ist in der Tiermedizin ein wichtiges Medikament, insbesondere aufgrund der entzündungshemmenden Wirkweise. Aber auch der Kohlenhydratstoffwechsel wird beeinflusst und dies kann Diabetes mellitus beim Hund begünstigen.
  • Krankheiten: Das Cushing-Syndrom, eine Stoffwechselstörung die bei Hunden gar nicht selten vorkommt verursacht das die Nebennieren erhöhte Mengen an körpereigenen Kortison (Cortisol) ausschütten, als Begleiterkrankung tritt Diabetes mellitus dann gerne mit auf. Des Weiteren kann eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse (Entzündungen/Tumore) durch die Zuckerkrankheit entstehen.
die symptome wenn dein hund diabetes hat
Wenn der Blutzuckerspiegel aufgrund Diabetes mellitus beim Hund erhöt ist, wird beim Urinieren auch Zucker ausgeschieden. Zeitgleich ist dadurch ein erhöhter Wasserverlust gegeben. Das wiederrum löst das nicht zu übersehende Syndrom von starkem Durst aus. Aufgrund der oben angesprochen nicht mehr vorhandenen Fähigkeiten der Zellen und des Gewebes den Energiereichen Zucker aufzunehmen, entsteht auch ein Energiedefizit. Großer Hunger mit gleichzeitiger Gewichtsreduktion ist daher auch ein untrügliches Zeichen für Diabetes mellitus bei Deinem Hund.

 
  • Zusammengefasst die Symptomatik:
  • Häufiges Wasserlassen
  • Hunger bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion
  • Großer Durst
     

 
Diese Symptome werden zwar auch bei diverseenn anderen Krankheit zu sehen sein und lassen keinen endgültigen Rückschluss auf Diabetes mellitus zu, aber bei diesen Symptomen solltest Du auf jeden Fall zum Arzt gehen und das abklären lassen.

kann der tierarzt die diagnose "diabetes mellitus" sicherstellen?
Wenn du Deinen Tierarzt besucht hast, weil du oben geschilderte Symptome festgestellt hast, dann wird er auf jeden Fall eine Blut- und Urinuntersuchung veranlassen. Ergeben die Laborergebnisse, dass Diabetes vorliegt, wird Dein Tierarzt sehr wahrscheinlich weitere Untersuchungen einleiten um die Ursache für diese Erkrankung herauszufinden.

wie sieht die behandlung aus?
Das Ziel der Behandlung bei Diabetes mellitus muss immer sein die Blutzuckerwerte, welche erhöht sind, wieder zu normalisieren. Bei Typ-1-Diabetes werden folgende Therapieansätze verfolgt:

  • Insulin für Hunde: Schweine-Insulin ersetzt das Insulin des Hundes. Es ist 1 zu 1 mit dem Insulin von Hunden identisch. Das Insulin muss gespritzt werden, beispielsweise mit einem Insulin-Pen. Die Häufigkeit der Verabreichung wird der Tierarzt entscheiden. Die absolute korrekte Abgabe des Insulins ist von zentraler Bedeutung bei dieser Behandlung. Eine Einweisung wird Dein Tierarzt dir sicher geben.
  • Diät bei Diabetes: Ein an Diabetes erkrankter Hund muss ein ausgeglichenes Körpergewicht haben. In der Regel wird eine festgelegte Futterration alle 12 Stunden verabreicht, während der Hund gleichzeitig seine Insulindosis erhält.
  • Bewegung: Diabetikerhunde benötigen noch mehr regelmäßige Bewegung als üblich. Muskeln nehmen das Insulin aufgrund der Bewegung besser auf und verwerten es effizienter, zeitgleich wird der Blutzuckerspiegel gesenkt. Anstrengende Leistungen sollte man jedoch vermeiden, da im Umkehrfall ein zu niedriger Blutzuckerspiegel entstehen kann. „Regelmäßig und mäßig“ sollte das Motto der täglichen Bewegung sein.
lebenserwartung bei an diabetes mellitus erkrankten hunden
Werden die Symptome rechtzeitig erkannt und Diabetes mellitus festgestellt und behandelt, kann die Lebenserwartung gleichbleiben. Um das zu schaffen, ist es sehr wichtig, dass dein Tierarzt und Du euch regelmäßig und gut absprecht. Ein zuckerkranker Hund kann über längere Zeit gut eingestellt sein bis er von heute auf morgen eine andere Insulindosis braucht. Aus diesem Grund sollte das Gewicht des Hundes regelmäßig an den Tierarzt gemeldet werden.

Es besteht zudem ein höheres Risiko für Begleiterkrankungen, wenn ein Hund an Diabetes mellitus erkrankt ist, die Trübung der Augenlinse (Volksmund: Grauer Star) oder Veränderungen der Netzhaut sind nur zwei der möglichen Begleiterkrankungen. Check-up-Untersuchungen beim Tierarzt sollten daher regelmäßig stattfinden.
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